| Bei einem normalen weiblichen
Chromosomensatz würde die Formel 46,XX lauten.
Enthält der Chromosomensatz
drei anstelle von zwei Chromosomen 21 (Trisomie 21), so führt diese
numerische Chromosomenaberration zu dem Krankheitsbild des Down Syndroms
("Mongoloismus").
Es gibt eine Reihe von
vererbbaren chromosomalen Abweichungen, die keinerlei krankhafte Bedeutung
haben. Sie werden als Normvarianten oder als Polymorphismen
bezeichnet und von uns dann im Befund vermerkt, wenn ein solcher Polymorphismus
schwer von einem möglicherweise krankhaften Befund zu unterscheiden ist. In
diesen Fällen wird immer eine Sonderfärbung durchgeführt, die eine bessere
Abgrenzung zwischen Normalbefund und krankhaftem Befund erlaubt. Im
Zweifelsfalle kann es notwendig sein, zusätzlich Blut der Eltern zu
untersuchen, um zu überprüfen, ob die gefundene Auffälligkeit in gleicher
Weise bei einem Elternteil vorliegt.
Strukturelle
Chromosomenveränderungen können in der konventionellen zytogenetischen Analyse
nur soweit erkannt werden, wie es das
Auflösungsvermögen des Lichtmikroskops und die Qualität des jeweiligen
Präparats erlauben. Ein
neueres Verfahren der hochauflösenden Karyotypisierung oder "Array-CGH"
(Comparative Genomic Hybridisation), ermöglicht mit molekulargenetischen
Methoden den Nachweis von
chromosomalen Imbalanzen (Deletionen oder Duplikationen). Während die
untere Auflösungsgrenze in der konventionellen Zytogenetik bei ca. 3 -5
Megabasen liegt, kann mit der molekularen Karyotypisierung eine
Auflösung von ca. 100-200 Kilobasen erreicht werden.
Die Qualität unserer Untersuchungen bewegt sich innerhalb
der vom Berufsverband Medizinische Genetik herausgegebenen Richtlinien.
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