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Kompetenzzentrum
für
Humangenetik,
Gynäkologie und
Laboratoriumsmedizin
Bahnhofstraße
13
(VICTORIA-Haus)
93047 Regensburg
Tel: 0941-53710
FAX: 0941-53708
E-Mail:
www.Labor-Staber.de
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Cystische
Fibrose (Mukoviszidose) / CBAVD
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CFTR-Gen (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance
Regulator;
Genort: 7q31.2;
OMIM 219700)
Erbgang:
Autosomal rezessiv
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1. Mukoviszidose (Cystische
Fibrose, CF)
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CF ist mit einer Inzidenz von ca. 1:2500 eine der häufigsten
autosomal-rezessiven Erkrankungen in der weißen Bevölkerung. Ca. jede 25. Person
ist heterozygoter Träger (und damit selbst gesund, aber Überträger) einer
Mutation in dem für diese Erkrankung verantwortlichen CFTR (cystic fibrosis transmembrane conductance regulator)- Gen, welches die
Chloridionenkanal-Funktion reguliert. Der Gendefekt führt hauptsächlich zur Beein-
trächtigung des Bronchialsystems mit häufig wiederkehrenden Infekten bis
hin zur Zerstörung des Lungengewebes.
10% der erkrankten Neugeborenen zeigen einen Mekonium-Ileus. Als
weiteres typisches Symptom wird eine exokrine Pankreasinsuffizienz bei ca. 85% der Patienten beschrieben (s. Hereditäre Pankreatitis).
Schweregrad und Manifestationsalter der Erkrankung sind äußerst variabel. Mehr
als 95% der Männer mit CF sind aufgrund einer Azoospermie infertil, die durch eine CBAVD verursacht wird (s. dort). Betroffene Frauen zeigen eine
wesentlich geringere Einschränkung der Fertilität.
Bei ca. 75% der Erkrankten in Mitteleuropa lässt sich eine prädominante Mutation (F508del) molekulargenetisch nachweisen. Insgesamt sind
derzeit weltweit mehr als 1500 verschiedene Mutationen bekannt, wovon in der deutschen Bevölkerung nur wenige mit einer Häufigkeit von mehr als
1- 2% gefunden werden. Das Verteilungsspektrum der Mutationen ist populationsabhängig. Durch die hier durchgeführte Untersuchung von
33 Mutationen (inklusive 5T-Allel) können über 90% der Mutationsträger aus
der kaukasischen Bevölkerung erfasst werden.
Mehr als 95% der Männer mit
CF sind infertil aufgrund einer Azoospermie, die durch eine CBAVD
verursacht wird. Betroffene Frauen zeigen eine wesentlich geringere
Einschränkung der Fertilität. |
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2. CBAVD (kongenitale bilaterale Vas
deferens Aplasie) |
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Durch die große phänotypische Variabilität der Mukoviszidose (Cystische
Fibrose = CF) werden auch zunehmend atypische Formen bekannt. Eine der häufigsten Sonderformen der CF stellt die CBAVD dar, welche man
bei infertilen, sonst „gesunden“ Männern ohne klinische Zeichen von CF
beobachten kann. Bei den meisten Fällen (ca. 87%) der CBAVD ohne Nierenbeteiligung lassen sich Mutationen in einem oder beiden Allelen des
CFTR- Gens nachweisen. |
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Untersuchungsmethode: |
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Aus
einer Blutprobe (2-5 ml EDTA-Blut) wird die genomische DNA isoliert. Verschiedene
Abschnitte des CFTR-Gens werden über eine Multiplex- Polymerase Kettenreaktion
(PCR) amplifiziert. Nach einer Ligationsreaktion mit verschiedenen,
farbmarkierten Oligonukleotiden können mittels Kapillarelektrophorese
die 33 häufigsten Mutationen identifiziert werden (Oligo Ligation Assay;
Abbott).
Eine pränatale Untersuchung ist etwa in der
10.-12. Schwangerschaftswoche an Chorionzotten oder ab der 15. Woche an
Fruchtwasserzellen möglich, wenn beide Elternteile heterozygot für eine
CF-Mutation sind und die jeweils vorhandene Mutation in einer vorangegangenen
Untersuchung nachgewiesen werden konnte. |
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Untersuchungsdauer:
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ca.
1-2 Wochen (bei
Fruchtwasser zusätzlich ca. 2 Wochen für die Zellkultur) |
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Literaturhinweise |
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Stuhrmann-Spangenberg et al., Medgen 21:268-275, 2009
Stuhrmann et al., Internist 40:476- 485, 1999
Stuhrmann, Reproduktionsmedizin 14:54-65, 1998
Welsh et al., in Scriver et al (eds) The metabolic and molecular bases of inherited
disease, Chapter 127, 1997
Stuhrmann et al., Med Genet 9:552- 559, 1997
Holsclaw et al., J Urol 106:568- 574, 1971 |
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