CF ist mit einer Inzidenz von ca. 1:2500 eine der häufigsten
autosomal-rezessiven Erkrankungen in
der weißen Bevölkerung. Ca. jede 25. Person ist heterozygoter Träger
(und damit selbst gesund aber Überträger) einer Mutation in dem für diese Erkrankung
verantwortlichen CFTR (cystic fibrosis transmembrane conductance
regulator)-Gen,
welches die Chloridionenkanal-Funktion reguliert. Der Gendefekt führt hauptsächlich zur Beeinträchtigung
des Bronchialsystems mit häufig wiederkehrenden Infekten bis hin zur
Zerstörung des Lungengewebes. 10% der erkrankten Neugeborenen zeigen
einen Mekonium-Ileus. Als weiteres typisches Symptom wird eine exokrine
Pankreasinsuffizienz bei ca. 85% der Patienten beschrieben. Schweregrad
und Manifestationsalter der Erkrankung sind äußerst variabel.
Bei ca. 75% der Erkrankten in
Mitteleuropa lässt sich eine prädominante Mutation (delta F508)
molekulargenetisch nachweisen. Insgesamt sind derzeit mehr als 800
verschiedene Mutationen bekannt, wovon in der deutschen Bevölkerung nur
wenige mit einer Häufigkeit von mehr als 1-2% gefunden werden. Das
Verteilungsspektrum der Mutationen ist populationsabhängig. Durch die
hier durchgeführte Untersuchung von bis zu 32 Mutationen können ca. 80-90% der
Mutationsträger aus der kaukasischen Bevölkerung erfasst werden.
Mehr als 95% der Männer mit
CF sind infertil aufgrund einer Azoospermie, die durch eine CBAVD
verursacht wird. Betroffene Frauen zeigen eine wesentlich geringere
Einschränkung der Fertilität. |