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Praxis für
Medizinische Genetik
Dr. Susanne Ebner
Frauenärztin -
Medizinische Genetik
Dr. Susanne Markus
Fachärztin für
Humangenetik
Bahnhofstraße
13
(VICTORIA-Haus)
93047 Regensburg
Tel: 0941-53710
Fax: 0941-53708
© Dr. Ebner & Dr. Markus
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Amniozentese
Fruchtwasserdiagnostik,
"FISH-Schnelltest"
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Bei
der Amniozentese (Fruchtwasserdiagnostik) werden kindliche Zellen aus dem
Fruchtwasser gewonnen. Fruchtwasserpunktionen können in der Praxis ab
der 15. SSW durchgeführt werden, in Ausnahmefällen auch ab der 14.
SSW.
Um eine vorherige telefonische Terminabsprache wird gebeten.
Die
fetalen Zellen werden in mehreren getrennten Zellkulturen angezüchtet
und hinsichtlich numerischer und struktureller Chromosomenanomalien
untersucht.
Die
häufigste numerische Aberration, die zu lebensfähigen Individuen mit
geistigen und körperlichen Behinderungen unterschiedlicher Ausprägung
führt, ist das Down- Syndrom (Trisomie 21), weniger häufig sind eine
Trisomie 13 und 18. Die klinische Bedeutung von Gonosomenaberrationen
(Geschlechtschromosomveränderungen) muss individuell diskutiert werden.
Das
Risiko für ein Kind mit einer Trisomie steigt mit zunehmendem
mütterlichen Alter, sodass jeder Schwangeren über 35 Jahren aufgrund des altersbedingten Risikos eine pränatale Diagnostik
angeboten wird.
Die
Diagnostik wird auch vor dem 35. Lebensjahr ohne Vorliegen eines
erhöhten Risikos für Chromosomenanomalien durchgeführt, wenn dies
eine Patientin wünscht.
Neben
der Chromosomendiagnostik kann eine molekulargenetische Diagnostik an
fetalen Zellen zum Ausschluss einer Genmutation durchgeführt werden,
wenn hierzu eine Indikation vorliegt.
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Darüber
hinaus
besteht die Indikation für eine pränatale Diagnostik bei:
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bekanntem
Vorliegen einer Chromosomenanomalie im Karyotyp der Schwangeren oder
ihres Partners
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einem
vorangegangenen Kind mit einer Chromosomenanomalie
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einer
familiär vorliegenden Stoffwechselstörung oder einem
molekulargenetisch nachweisbaren Gendefekt in der Verwandtschaft
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Ultraschallauffälligkeiten,
die auf eine Chromosomenanomalie hindeuten können
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auffälligen
Serumparametern im mütterlichen Blut
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Nach einer Amniozentese
dauert es in der Regel zwei bis drei Wochen bis das Ergebnis der
zytogenetischen Analyse vorliegt.
Neben
der chromosomalen Auswertung erfolgt routinemäßig die Bestimmung des
Alpha- Fetoproteins und der Acetylcholinesterase aus dem Fruchtwasser.
Auffällige Werte können Hinweis geben auf Entwicklungsstörungen, wie
z. B. einen Neuralrohrdefekt.
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Pränataler
Schnelltest (FISH-Schnelltest)
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Etwa 90% aller
Chromosomenaberrationen, die bei einer pränatalen zytogenetischen
Diagnostik gefunden werden, sind numerische Aberrationen der Chromosomen
13, 18, 21, X oder Y.
Mit Hilfe der
Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH)
kann die Anzahl dieser fünf Chromosomen pro Zelle auch in unkultivierten
Interphase-Zellen sichtbar gemacht werden.
Auf
diese Weise lässt sich bereits nach 24 Stunden ermitteln, ob in den
Zellen eine Trisomie 13, 18, 21 oder auch eine numerische Aberration der
Chromosomen X und Y vorliegt.
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Zellkern
mit je 2 Signalen für Chromosom 21
und
Chromosom 13 (unauffälliges Ergebnis).
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auffälliger männlicher
Zellkern mit drei Signalen für Chromosom 18 und je einem Signal für
das X und Y Chromosom.
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In
den Fällen in denen eine solche FISH-Analyse durchgeführt werden soll
wird von dem Fruchtwasser 2-3 ml abgezweigt. Diese Mindestmenge für die
FISH- Diagnostik hängt auch von der Schwangerschaftswoche ab.
In der 14. Woche ist die Zellzahl im Fruchtwasser noch sehr gering, d.h.
hier wird entsprechend mehr Fruchtwasser als in einer späteren Woche benötigt,
um genügend Zellkerne für die Auswertung zur Verfügung zu haben. Bei
allen Bemühungen um ein schnelleres Ergebnis muss aber auf jeden Fall
sichergestellt sein, dass für die konventionelle Chromosomenanalyse eine
ausreichende Zahl an Zellen zur Kultivierung zur Verfügung steht. Im
Extremfall kann das bedeuten, dass die FISH Analyse nicht durchführbar
ist, oder zu keinem Ergebnis führt, wenn die verfügbare Zellzahl zu
gering ist.
Eine
nachfolgende zytogenetische Analyse ist in jedem Fall zwingend
vorgeschrieben, da die FISH-Untersuchung weder strukturelle Aberrationen
noch numerische Aberrationen der übrigen Chromosomen erfasst. Auch Zellmosaike mit numerischen Aberrationen der 5 untersuchten Chromosomen
lassen sich mit dem FISH- Test nicht sicher nachweisen. Gänzlich
ungeeignet für die FISH- Methode ist Fruchtwasser, das mit Blut
kontaminiert ist, weil dadurch die Gefahr besteht, dass bei der Auswertung
mütterliche Zellen analysiert werden.
Bei
der Einsendung von Fruchtwasser mit der Anforderung einer
Schnelldiagnostik in Hinblick auf numerische Aberrationen der Chromosomen
13, 18, 21, X und Y (FISH- Test) ist zu beachten, dass es sich hierbei um
keine Kassenleistung handelt und die Patientin die Leistung, wenn Sie
diese wünscht, selbst
bezahlen muss.
Dazu
benötigen wir eine von der Patientin unterschriebene Einverständniserklärung
(FB025) (s. Formulare)
die uns bitte zusammen mit dem Fruchtwasser zugeschickt werden sollte.
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