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Alpha-1-Antitrypsin
ist ein Inhibitor-Protein, welches als Hauptfunktion eine proteolytische
Schädigung des Lungengewebes verhindert. Ein Mangel dieses Proteins führt
zu einem gehäuften Auftreten von chronischer obstruktiver
Lungenerkrankung und in der Folge zu Emphysemen, die sich im
Erwachsenenalter und sehr selten schon im frühen Kindesalter entwickeln.
Weitere Komplikationen sind Hepatitis und Leberzirrhose, ca. 18% der
Kinder entwickeln Lebersymptome, wie verlängerter Neugeborenenikterus,
Hyperbilirubinämie erhöhte Transaminasen oder Hepatosplenomegalie.
Die
sogenannte Z-Mutation (Aminosäureaustausch von Glutamin in
Position 342 durch Lysin) führt in homozygoter Form zu einem schweren
Krankheitsbild mit einer resultierenden Protein-Konzentrationserniedrigung
von mehr als 80%. Dieser Phänotyp (Proteinase-Inhibitor) PI ZZ
tritt mit einer Prävalenz von 1:2000 bis 1:7000 in der kaukasischen Bevölkerung
Nord- und Mitteleuropas auf.
Liegt
die Z-Mutation heterozygot vor, entweder in Kombination mit einem
normalen Allel (PI MZ) oder mit der sogenannten S-Mutation (Aminosäureaustausch
von Glutamin in Position 264 durch Valin) (PI SZ), so führt dies zu einem
leichteren Krankheitsbild. Bei einer Erniedrigung des Alpha-1-Antitrypsins
um nicht mehr als 75% des Sollwertes wird das Lungenemphysem nur durch
pulmonale Noxen (Infekte, Rauchen) ausgelöst. |