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Kompetenzzentrum
für
Humangenetik,
Gynäkologie und
Laboratoriumsmedizin
Bahnhofstraße
13
(VICTORIA-Haus)
93047 Regensburg
Tel: 0941-53710
FAX: 0941-53708
E-Mail:
www.Labor-Staber.de
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SHOX-
(Short Stature Homeobox) Genmutationen
(Idiopathischer Minderwuchs, Léri-Weill Dyschondrosteosis (LWD) und
Mesomele Dysplasie Typ Langer (LD)
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SHOX-Gen (Short stature
homeobox, Genort: Xpter-p22.32;Ypter-p11.2, OMIM *312865, #127300, #249700, #302950)
Erbgang Pseudoautosomal dominant
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Wachstumsstörungen sind mit einer Inzidenz von 3:100 relativ häufig.
Die Körpergröße eines Menschen wird durch verschiedene genetische und umweltbedingte Faktoren beeinflusst. Minderwuchs kann durch
Wachstumshormon-Mangel, Wachstumshormon-Rezeptor-Defekte und Mutationen in Genen, die zu Skeletterkrankungen führen, verursacht werden.Eine SHOX-Haploinsuffizienz mit heterozygot vorliegenden Mutationen im
SHOX-Gen wurde nachgewiesen bei 2% bis 15% der Patienten mit idiopatischem Kleinwuchs, bei 50 % bis 90% der Patienten mit Leri-Weill
Dyschondrosteosis und bei fast 100% der Mädchen mit Turner-Syndrom. Patienten mit dem schwerwiegenderen Phänotyp der Langer Dysplasie weisen
SHOX-Gen-Mutationen in homozygoter Form auf.
Das SHOX-Gen liegt in der pseudoautosomalen Region (PAR1) der X- und Y-Chromosomen und entgeht der X-Inaktivierung. Durch alternatives
Spleißen werden zwei Isoformen gebildet, von denen nur das längere
Genprodukt (SHOXa) als Transkriptionsaktivator wirksam ist. SHOX-Mutationen
können auch innerhalb einer Familie zu variablen Phänotypen führen. Etwa 80% aller SHOX-Mutationen sind Deletionen mit einer Größe
zwischen 90 kb und 2.5 Mb oder mehr. Die häufigsten Punktmutationen werden in Exon 3 und 4 gefunden, die den Bereich der Homeodomäne
kodieren.
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Untersuchungsmethode:
Aus einer Blutprobe (ca. 2 ml
EDTA-Blut) wird die genomische DNA isoliert und zunächst mittels MLPA
(Multiple Ligation-dependent Probe Amplifikation) nach vorliegenden
Deletionen des SHOX-Gens untersucht. Bei negativem Ergebnis werden die
Exons 2 bis 6a des SHOX-Gens mit PCR amplifiziert und durch Sequenzierung
auf das Vorliegen von Mutationen untersucht.
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Untersuchungsdauer:
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ca.
3-4 Wochen |
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Literaturhinweise
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Binder, Horm Res Peadiatr 75:81-89,
2011
Schneider et al., Am J Hum Genet 77:89-96, 2005
Rappold et al., J Clin Endocrin & Metab, 3:1402-1406, 2002
Rao et al., Nat Genet 16:54-63, 1997 |
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