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Kompetenzzentrum
für
Humangenetik,
Gynäkologie und
Laboratoriumsmedizin
Bahnhofstraße
13
(VICTORIA-Haus)
93047 Regensburg
Tel: 0941-53710
FAX: 0941-53708
E-Mail:
www.staber-kollegen.de
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Familiäres
Mittelmeerfieber (MEFV)
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MEFV-Gen (Marenostrin-Gen; Genort: 16p13; OMIM #249100)
Erbgang Autosomal-rezessiv
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Das familiäre Mittelmeerfieber ist eine autosomal-rezessive Erkrankung, die
gehäuft bei Bewohnern der östlichen Mittelmeerregion (Türken, sephardische Juden, Nordafrikaner, Araber, seltener Griechen und Italiener) auftritt.
Bis zu einem Sechstel nordafrikanischer Juden und bis zu einem Siebtel der armenischen Bevölkerung sind Merkmalsträger. In der Türkei wird die
Prävalenz der Erkrankung auf etwa 0,1% der Bevölkerung geschätzt. Sie
ist gekennzeichnet durch periodisch wiederkehrende Fieberschübe mit begleitender Entzündung der Serosa, was zu starken Bauch-, Brust- oder
Gelenkschmerzen führt.
Die meisten Patienten haben ihre ersten Fieberschübe im frühen Kindes- und Jugendalter. Die Attacken dauern etwa ein bis drei Tage an und bilden
sich dann von alleine wieder zurück. Zwischen den Attacken sind die Patienten symptomfrei und fühlen sich gesund.
Unbehandelt ist die häufigste Komplikation des familiären Mittelmeerfiebers eine progressive sekundäre Amyloidose, wodurch sich die
Lebenserwartung der Patienten verkürzt: Beim akuten Schub findet sich besonders
viel Amyloid im Blut, welches sich in unterschiedlichen Organen (vor allem
der Niere) ablagern und über eine Niereninsuffizienz zum Tode führen kann.
Es sind über 80 verschiedene Mutationen bekannt, wobei es Hot Spots in bestimmten Genregionen gibt. Durch Sequenzierung von 3 Exons erfasst
man etwa 80% der Mutationen.
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Untersuchungsmethode:
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Aus einer Blutprobe (ca. 2 ml EDTA- Blut)
wird die genomische DNA isoliert. Alle 10 Exons des Marenostrin- Gens
werden mittels PCR amplifiziert und anschließend sequenziert. Die Exonsequenzen
werden auf das Vorliegen von Mutationen untersucht.
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Untersuchungsdauer:
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2-3 Wochen
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Literaturhinweise
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Aksentijevich, I. et al.: Linkage disequilibrium in the familial Mediterranean fever
candidate region. Am. J. Hum. Genet. 51 (suppl.): A181, 1992
Bonyadi, M. et al. MEFV mutations in Iranian Azeri Turkish patients with familial
Mediterranean fever. Clin. Genet. 76: 477-480, 2009
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