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Die
MEN sind mit einer Prävalenz von 1:50.000 eine seltene, genetisch
bedingte Krebserkrankung mit autosomal- dominantem Erbgang. Eine Form, die
MEN 2 wird klinisch in 3 Unterformen eingeteilt:
Die
MEN2A betrifft 80% der MEN2- Familien. Betroffene entwickeln ein medulläres
Schilddrüsenkarzinom (MTC), ein meist beidseitiges Phäochromocytom
und/oder einen primären Hyperparathyroidismus.
Nur
5% der MEN2- Familien zeigen die MEN2B- Unterform mit einem deutlich
agressiveren klinischen Verlauf der MEN2A- Symptomatik. Mukokutane Neurome
und ein marfanoider Habitus treten u.a. auf.
Die
verbleibenden 15% der MEN2- Patienten mit isoliertem MTC lassen sich der
3. Unterform zuordnen: Familiäres medulläres Schilddrüsenkarzinom
(FMTC).
Ursache
sind prädominante Mutationen des RET- Protoonkogens. Bei 98% der MEN2A
und 70% der FMTC- Fälle kann eine Punktmutation in einem von 5 Codons für
hochkonservierte Cysteine des entsprechenden Proteins nachgewiesen werden.
Eine Punktmutation, die im Protein zu einem Aminosäureaustausch von
Methionin in Position 918 zu Threonin führt, zeigen 98% der MEN2B-
Patienten. Andere seltene Punktmutationen des RET- Protoonkogens sind in
der Literatur beschrieben. |