Praxis für Medizinische Genetik

Dr. Susanne Ebner

Frauenärztin - 

Medizinische Genetik

Dr. Susanne Markus

Fachärztin für Humangenetik

 

Bahnhofstraße 13

(VICTORIA-Haus)

93047 Regensburg

Tel: 0941-53710

Fax: 0941-53708

    

© Dr. Ebner & Dr. Markus

Multiple endokrine Neoplasien (MEN) MEN2A, MEN2B, Familiäres medulläres Schilddrüsenkarzinom (FMTC)

Die MEN sind mit einer Prävalenz von 1:50.000 eine seltene, genetisch bedingte Krebserkrankung mit autosomal- dominantem Erbgang. Eine Form, die MEN 2 wird klinisch in 3 Unterformen eingeteilt:

Die MEN2A betrifft 80% der MEN2- Familien. Betroffene entwickeln ein medulläres Schilddrüsenkarzinom (MTC), ein meist beidseitiges Phäochromocytom und/oder einen primären Hyperparathyroidismus.

Nur 5% der MEN2- Familien zeigen die MEN2B- Unterform mit einem deutlich agressiveren klinischen Verlauf der MEN2A- Symptomatik. Mukokutane Neurome und ein marfanoider Habitus treten u.a. auf.

Die verbleibenden 15% der MEN2- Patienten mit isoliertem MTC lassen sich der 3. Unterform zuordnen: Familiäres medulläres Schilddrüsenkarzinom (FMTC).

Ursache sind prädominante Mutationen des RET- Protoonkogens. Bei 98% der MEN2A und 70% der FMTC- Fälle kann eine Punktmutation in einem von 5 Codons für hochkonservierte Cysteine des entsprechenden Proteins nachgewiesen werden. Eine Punktmutation, die im Protein zu einem Aminosäureaustausch von Methionin in Position 918 zu Threonin führt, zeigen 98% der MEN2B- Patienten. Andere seltene Punktmutationen des RET- Protoonkogens sind in der Literatur beschrieben.

Untersuchungsmethode:

Aus einer Blutprobe (ca. 2 ml EDTA- Blut) wird die genomische DNA isoliert. Sechs Exons des RET- Protoonkogens (Exon 10, 11, 13, 14, 15 und 16), welche die zu untersuchenden Mutationen beinhalten, werden mit Hilfe der PCR- Reaktion amplifiziert und anschließend einer Sequenzelektrophorese unterzogen. Die Exonsequenzen werden auf das Vorliegen von Mutationen untersucht.

Untersuchungsdauer:

 ca. 1- 2 Wochen