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Kompetenzzentrum
für
Humangenetik,
Gynäkologie und
Laboratoriumsmedizin
Bahnhofstraße
13
(VICTORIA-Haus)
93047 Regensburg
Tel: 0941-53710
FAX: 0941-53708
E-Mail:
www.staber-kollegen.de
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Spinobulbäre
Muskelatrophie
(Kennedy Disease)
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Androgenrezeptor-Gen
(AR, Genort: Xq11-q12; OMIM #313200)
Erbgang: X-chromosomal rezessiv
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Patienten mit Spinobulbärer Muskelatrophie (SBMA) zeigen eine proximale
Muskelschwäche und -atrophie, sowie Faszikulationen, die hauptsächlich die perioralen Muskeln betreffen. Weitere häufig auftretende Merkmale
sind Intentionstremor, Muskelkrämpfe, Schluckbeschwerden, eine periphere Androgenresistenz mit Hodenatrophie, eingeschränkter
Fruchtbarkeit und Gynäkomastie. Die neurologische Symptomatik beginnt meist
zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr und verläuft langsam progressiv. In der Regel betrifft die Erkrankung an SBMA nur Männer, Frauen mit einem
heterozygot vorliegenden verlängerten Allel zeigen keine Symptome, kön-
nen aber diese Krankheit übertragen.
Eine verlängerte CAG-Nukleotidfolge im translatierten Bereich des Androgenrezeptor-Gens ist die für die Krankheit verantwortliche Mutation.
Diese hat den Einbau einer zu langen Abfolge von Glutaminresten in das
Androgenrezeptor- Protein zufolge. Das Protein verliert seine ursprüngliche Struktur und damit seine eigentliche Funktion in spinal und bulbär
lokalisierten Motoneuronen. Pathophysiologisch wird eine Degeneration der Spinalwurzelganglien beobachtet. Während man bei Normalpersonen
eine Folge von weniger als 34 Tripletts findet, tragen Betroffene 38 und mehr
CAG-Kopien.
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Untersuchungsmethode:
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Aus
einer Blutprobe (2 ml EDTA-Blut) wird die genomische DNA isoliert. Ein Abschnitt des
Androgenrezeptor- Gens, der die CAG-Triplettwiederholung beinhaltet, wird mittels PCR amplifiziert. Aus der Längenbestimmung des
PCR-Produktes über Kapillarelektrophorese wird die Anzahl der
CAG-Nukleotidtripletts ermittelt.
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Untersuchungsdauer:
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ca. 1-2 Wochen
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Literaturhinweise
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Atsuta et al., Brain. 129:1446-1455, 2006
Kreß et al., Med Genetik: 5:269-270, 1993
La Spada et al., Nature 352:77-79, 1991
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