|
Die
Hypochondroplasie ist eine autosomal- dominant ererbte Chondrodystrophie.
Der Phänotyp ist der Achondroplasie ähnlich, aber meist milder. Die
klinische Diagnose und die Unterscheidung dieser zwei Skelettdysplasien
ist trotz klinischer Charakteristika und radiologischer Hintergrundbefunde
oft unsicher. Die Hauptmerkmale sind: Ein Minderwuchs mit unproportioniert
kurzen Gliedmaßen in mehr oder weniger deutlicher Ausprägung. Der Schädel
ist normal oder häufiger übergroß mit normaler Gesichtsbildung.
Bisher
konnten bei ca. 50% der Betroffenen zwei prädominante Punktmutationen
(Transitionen) von C(1659)A oder C(1659)G im FGFR3- (fibroblast growth
factor receptor) Gen nachgewiesen werden. Im entsprechenden Protein führen
beide o.g. Mutationen zu einem Aminosäureaustausch von Asparagin in
Position 540 durch Lysin. Bisher wurde in einer Familie eine weitere
Mutation gefunden. Es handelt sich um eine A(1651)G Transition, die zu
einem Aminosäureaustausch von Isoleucin in Position 538 durch Valin führt. |