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Hypochondroplasie

FGFR3-Gen (Fibroblastenwachstumsfaktor Rezeptor 3; Genort: 4p16.3; OMIM #146000)
Erbgang:  Autosomal dominant

Die Hypochondroplasie ist eine autosomal dominant ererbte Chondrodystrophie. Der Phänotyp ist der Achondroplasie ähnlich, aber meist milder. Die klinische Diagnose bzw. die Unterscheidung dieser zwei Skelettdysplasien bleibt trotz klinischer Charakteristika und radiologischer Hintergrundbefunde oft unsicher. Der Schädel ist normal groß oder häufiger übergroß mit normaler Gesichtsbildung. 
Bei ca. 70% der Betroffenen konnten zwei prädominante Punktmutationen (Transitionen) von C1620A oder C1620G im FGFR3- (fibroblast growth factor receptor) Gen nachgewiesen werden. Im entsprechenden Protein führen beide o. g. Mutationen zu einem Aminosäureaustausch von Asparagin in Position 540 durch Lysin. 
30% der Patienten haben entweder Mutationen an anderen Positionen des FGFR3–Gens oder in anderen Genen. Da eine klare Abtrennung zwischen einer Hypochondroplasie und einer milden Form der Achondroplasie oft nicht möglich ist, sollte bei Patienten mit Verdacht auf Hypochondroplasie nach einem Ausschluss der Asn540Lys und Ile538Val-Mutationen ggf. auch eine Achondroplasie-Diagnostik durchgeführt werden. 
Ähnlich wie bei der Achondroplasie wird auch bei Hypochondroplasie eine Zunahme der Neumutatiosrate bei erhöhtem väterlichem Alter beobachtet.

Untersuchungsmethode:

Aus einer Blutprobe (ca. 2 ml EDTA- Blut) wird die genomische DNA isoliert. Exon 13 des FGFR3-Gens wird mittels PCR amplifiziert und anschließend sequenziert. Die Exonsequenz wird auf das Vorliegen von Mutationen an den Nukleotidpositionen 1612 (Asn540Lys) und 1620 (Ile538Val) untersucht.

Untersuchungsdauer:

ca. 1-2 Wochen

Literaturhinweise
Grigelioniene et al., Hum Mut 11:333, 1998
Bellus et al., Nature Genet. 10:357-359, 1995
Prinos et al., Hum Mol Genet 4:2097-2101, 1995