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Diese
neurodegenerative in westlichen Ländern sehr selten auftretende
Erkrankung betrifft überwiegend die japanische Bevölkerungsgruppe. Der
Erbgang ist autosomal-dominant und überlappt klinisch mit der Chorea
Huntington. Das Symptomspektrum kann innerhalb einer Familie sehr variabel
sein, es umfasst Myoklonus-Epilepsie, Ataxie, Choreoathetose und Demenz
bei fortgeschrittener Erkrankung. Neuropathologisch wird eine kombinierte
Degeneration des dentatorubralen und pallidoluysialen System des ZNS
beobachtet.
Das
Manifestationsalter liegt vorwiegend in der zweiten Dekade. Die Krankheit
folgt dem Phänomen der sogenannten genetischen "Antizipation",
d.h. in aufeinanderfolgenden Generationen kommt es zu immer früherer
Krankheitsmanifestation.
Molekulargenetisch
kann eine CAG- Triplett- Verlängerung im kodierenden Bereich des
verantwortlichen "Atrophin-1"-
Gens
nachgewiesen werden. Normale Wiederholungen von 7 bis 23 CAG- Einheiten
expandieren zu 49 bis 88 Tripletts und führen im entsprechenden Protein
zu einem pathologischen Polyglutamin- Trakt. Bruchstücke dieser
modifizierten Proteine akkumulieren in neuronalen Nuklei und interagieren
mit zelleigenen Transkriptionsfaktoren. Man nimmt an, dass
die Hauptursache der zellulären Dysfunktion eine veränderte
Gentranskription ist. |