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Kompetenzzentrum
für
Humangenetik,
Gynäkologie und
Laboratoriumsmedizin
Bahnhofstraße
13
(VICTORIA-Haus)
93047 Regensburg
Tel: 0941-53710
FAX: 0941-53708
E-Mail:
www.staber-kollegen.de
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Dentato-Rubrale Pallido-Luysische Atrophie (DRPLA)
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DRPLA-Gen / ATN1-Gen
(Atrophin 1-Gen; Genort: 12p13.31; OMIM #125370, *607462)
Erbgang Autosomal dominant
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Diese neurodegenerative in westlichen Ländern sehr selten auftretende
Erkrankung betrifft überwiegend die japanische Bevölkerungsgruppe. Der Erbgang ist autosomal dominant und überlappt klinisch mit der Chorea
Huntington. Das Symptomspektrum kann innerhalb einer Familie sehr variabel sein, es umfasst Myoklonus-Epilepsie, Ataxie, Choreoathetose und
Demenz bei fortgeschrittener Erkrankung. Neuropathologisch wird eine kombinierte Degeneration des dentatorubralen und pallidoluysialen
Systems des ZNS beobachtet.
Das Manifestationsalter liegt vorwiegend in der zweiten Dekade. Die Krankheit folgt dem Phänomen der sogenannten
genetischen „Antizipation“, d.h. in aufeinanderfolgenden Generationen kommt es, insbesondere bei Vererbung über den Vater, zu immer früherer
Krankheitsmanifestation.
Molekulargenetisch kann eine CAG- Triplett- Verlängerung im kodierenden Bereich des verantwortlichen Atrophin-1- Gens
nachgewiesen werden. Normale Wiederholungen von 7 bis 35 CAG- Einheiten expandieren zu 48 bis 93 Tripletts und führen im entsprechenden
Protein zu einer pathologischen verlängerten Abfolge von Polyglutamin-Resten. |
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Untersuchungsmethode: |
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Aus einer Blutprobe (ca. 2 ml EDTA-Blut) wird die genomische DNA
isoliert. Ein den CAG-Triplett-Bereich beinhaltender Abschnitt des Atrophin-
Gens wird mir Hilfe der PCR- Reaktion aus der genomischen DNA amplifiziert. Zur Bestimmung der TriplettLänge wird eine Kapillarelektrophorese
des PCR- Produkts durchgeführt
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Untersuchungsdauer:
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ca.
1-2 Wochen |
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Literaturhinweise |
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Naito et al., Neurology 32:798-807, 1982
Nagafuchi et al., Nat Genet 6:14-18, 1994
Komure et al., Neurology 45:143-149, 1995
Wood et al., J Cell Biol. 150(5):938-948, 2000 |
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