Azoospermiefaktor
(AZF) beschreibt 3 diskrete Regionen auf dem langen Arm des Y Chromosoms,
in denen bereits einige Gene lokalisiert wurden, die vermutlich für
die Spermatogenese verantwortlich sind.
Bisher
konnten bei 66% der Männer mit Azoospermie oder schwerer Oligozoospermie und
bei ca. 7,3% der infertilen Männer de novo Mikrodeletionen in der AZF Region
(AZF a-c) nachgewiesen werden.
Durch
die Untersuchung von 8 ausgewählten STS-loci lassen sich mehr als 90% aller
Deletionen innerhalb der drei AZF-Regionen nachweisen. Deletionen
außerhalb dieser Regionen sind mit dieser Untersuchung nicht
erkennbar.
Eine
Indikation zum Deletionsscreening bieten in erster Linie Patienten, die
sich einer Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) unterziehen
werden.
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