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Kompetenzzentrum
für
Humangenetik,
Gynäkologie und
Laboratoriumsmedizin
Bahnhofstraße
13
(VICTORIA-Haus)
93047 Regensburg
Tel: 0941-53710
FAX: 0941-53708
E-Mail:
www.staber-kollegen.de
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Azoospermiefaktor
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AZF-a-,
AZF-b-, AZF-c- Regionen (Yq11.23; MIM #415000)
DAZ-Gen ("Deleted In Azoospermia"; Genort: Yq11; MIM *400003)
Erbgang:
Y-chromosomal; in der Regel de novo Deletionen; Söhne erben bei erfolgreicher in vitro Fertilisation das deletierte Y-Chromosom mit
entsprechenden Konsequenzen für deren Fertilität.
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Der Azoospermiefaktor (AZF) beschreibt drei Regionen auf dem langen
Arm des Y-Chromosoms, in denen bereits einige Gene lokalisiert wurden, die wahrscheinlich für die Spermatogenese verantwortlich sind.
Bisher konnten bei 66% der Männer mit Azoospermie oder schwerer Oligozoospermie und bei ca. 7,3% der infertilen Männer de novo
Mikrodeletionen in der AZF Region (AZF a - c) nachgewiesen werden. Durch die
Untersuchung von 8 ausgewählten STS-Loci lassen sich mehr als 90% aller Deletionen innerhalb der drei AZF-Regionen nachweisen. Deletionen
außerhalb dieser Regionen sind mit dieser Untersuchung nicht erkennbar. Bei
der Mehrzahl dieser Fälle kann molekulargenetisch eine Deletion der gesamten AZFc Region nachgewiesen werden, die zum Verlust aller 4 Kopien
des DAZ-Gens (Deleted in Azoospermia) führt.
Durch die Untersuchung von sechs ausgewählten STS-Loci plus zwei Kontroll-Loci lassen sich mehr als 90% aller Deletionen innerhalb der drei AZF-Regionen nachweisen. Deletionen außerhalb dieser Regionen sind mit
dieser Untersuchung nicht erkennbar.
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Untersuchungsmethode:
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Aus einer Blutprobe (2-5 ml
EDTA-Blut) wird die genomische DNA isoliert. Anschließend werden acht Regionen mittels zweier getrennter
Multiplex-PCR Ansätze amplifiziert und die resultierenden
PCR-Produkte über eine Gelelektrophorese analysiert.
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Untersuchungsdauer:
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ca.
1-2 Wochen
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Literaturhinweise:
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Simoni et al., Int J of Androl 27:240-249, 2004
Simoni et al., Int J of Androl 22:292-299, 1999
Vogt et al., Hum Mol Genet 5:933-943, 1996
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