Kompetenzzentrum für 
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Achondroplasie

FGFR3-Gen (Fibroblastenwachstumsfaktor-Rezeptor 3; Genort: 4p16.3; OMIM 100800)

Erbgang: Autosomal dominant

Aus der Gruppe der Osteochondrodysplasien ist der Phänotyp der Achondroplasie charakterisiert durch einen dysproportionierten Kleinwuchs mit einem langen Rumpf, sowie kurzen Extremitäten, die vor allem in Relation 
stark verkürzte proximale Segmente (Oberarme, Oberschenkel) zeigen. Weiterhin finden sich ein großer Kopf, eine Mittelgesichtshypoplasie mit prominenter Stirn und eingefallener Nasenwurzel und sog. „Dreizackhände“ durch einen vergrößerten Abstand zwischen dem 3. und 4. Finger.
Bei Patienten mit Achondroplasie ist in ca. 98% der Fälle eine G(1138)A Punktmutation im FGFR3-Gen (fibroblast growth factor regulator 3) nachweisbar, etwa 1% zeigen eine G(1138)C Punktmutation. Im entsprechenden Protein führt dies in beiden Fällen zu einem Aminosäureaustausch von Glycin in Position 380 durch Arginin. In der Literatur sind bisher 2 weitere sehr seltene Mutationen beschrieben (Gly375Cys,Gly346Glu). 

Mehr als 80% der Fälle sind sporadisch durch Neumutationen. Es gibt Hinweise, dass bei erhöhtem väterlichem Alter das Risiko einer Neumutation für Achondroplasie zunimmt.

 Untersuchungsmethode:

Aus einer Blutprobe (ca. 2 ml EDTA- Blut) wird die genomische DNA isoliert. Das die zu untersuchenden Mutationen beinhaltende Exon des FGFR3- Gens wird mit Hilfe der PCR- Reaktion amplifiziert und anschließend einer Sequenzelektrophorese unterzogen. Die Exonsequenz wird auf das Vorliegen von Mutationen untersucht.

Untersuchungsdauer:

 ca. 1-2 Wochen

Literaturhinweise

Rousseau et al., Nature, 371:252- 254, 1994
Ikegawa et al., Hum Genet (3):309- 311, 1996
Shiang et al., Cell 78:335- 342, 1994